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Eigenheiten des Auges
Fehlsichtigkeiten haben ihre Ursache meist in anatomischen Eigenheiten des Menschen, wie es auch die Form der Nase oder die Größe der Füße sind. Die häufigsten Fehlsichtigkeiten sind Kurzsichtigkeit (Myopie), Übersichtigkeit (Hypermetropie), die fälschlich oft als Weitsichtigkeit bezeichnet wird, Hornhautunregelmäßigkeit (Astigmatismus) und die Alterssichtigkeit (Jungpresbyopie/Presbyopie).
Bei der Kurzsichtigkeit sind die Augen im Verhältnis etwas zu lang, bei Übersichtigkeit zu kurz.
Hornhautunregelmäßigkeit bedeutet, dass die Oberfläche der Hornhaut oder der Augenlinse nicht exakt kugelig ist.
Von Alterssichtigkeit, die ausnahmslos bei jedem Menschen früher oder später auftritt, spricht man, wenn die Elastizität der Augenlinse abnimmt.

Das unkorrigierte und das korrigierte kurzsichtige Auge: Der Focus der Lichtstrahlen liegt vor der Netzhaut, mittels einer Streulinse wird er weiter nach hinten auf die Netzhaut verlegt.

Das unkorrigierte und das korrigierte übersichtige Auge: Der Focus liegt hinter der Netzhaut und wird mit Hilfe einer Sammellinse weiter nach vorne auf die Netzhaut verlegt.
Wie Sie Fehlsichtigkeiten erkennen können:
Sind Sie kurzsichtig?
- Sie sehen mit einem Auge deutlich schlechter als mit beiden.
- Sie sehen in der Nähe besser als in der Ferne.
- Sie sehen bei gutem Licht unverhältnismäßig besser als bei schlechtem Licht.
- Ihre Pupillen sind häufig sehr groß.
- Bei der Umstellung von Nah- auf Fernsicht verzögert sich das Scharfsehen.
- Das Autofahren in der Nacht oder bei Dämmerung bereitet Ihnen Probleme.
- Sie sehen Dinge groß, aber nicht scharf.
- Kurzsichtige Kinder sitzen oft zu nahe am Fernseher oder halten Dinge, die sie genau betrachten wollen, sehr nahe an die Augen.
Sind Sie übersichtig?
- Sie sehen mit einem Auge deutlich schlechter als mit beiden.
- Sie sehen in der Ferne besser als in der Nähe.
- Das Sehen in der Nähe ermüdet Sie (z.B. beim Lesen)
- Sie sehen bei guten Licht unverhältnismäßig besser als bei schlechtem.
- Bei der Umstellung von Fern- auf Nahsicht verzögert sich das Scharfsehen.
- Übersichtige Kinder neigen dazu, zeitweise oder ständig einwärts zu schielen.
Haben Sie eine Hornhautverkrümmung?
- Sie sehen sowohl in der Ferne als auch in der Nähe nicht besonders scharf.
- Sie sehen mit nur einem Auge deutlich schlechter, obwohl Sie Dinge oder Buchstaben mit beiden Augen recht gut erkennen können.
- Sie sehen bei guten Licht unverhältnismäßig besser als bei schlechtem Licht.
- Gesehenes hat manchmal störende Schatten.
Sind Sie alterssichtig?
- Beim Lesen oder bei Naharbeiten empfinden Sie ein leichtes Schwindelgefühl.
- Das Studieren von Landkarten bereitet Ihnen Schwierigkeiten.
- Sie können keine bequeme Leseentfernung einhalten.
- Bei Naharbeiten brauchen Sie immer mehr Licht.
- Mit ihrer alten Brille sehen Sie in der Nähe nicht mehr optimal.
- Lesen oder konzentriertes Schauen in der Nähe ermüdet Sie rasch.
- Der Wechsel von nah auf fern oder umgekehrt bereitet Ihnen Probleme.
- Sie haben ein trockenes oder sandiges Gefühl in den Augen.
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